Freitag, 19. Mai 2017
Deutschland & seine Armee - ein Missverständnis bis zum heutigen Tag
**Rubrik: Realsatire**

Dieser Tage liest man sie mal wieder, die Kommentare à la "Wer von meiner Schulklasse damals zur Bundeswehr ging, das waren eh nur Rechte und Idioten, ich habe ja verweigert!".
Und dann schwadroniert derjenige gerne mal darüber, daß die Bundeswehr schon immer ein Rechtsradikalenproblem hatte oder gar grundsätzlich schon immer abgeschafft gehört hätte.
Damit outet man sich aber doch eigentlich als kompletter Wolkenkuckucksheim-Bewohner.
Die Bundeswehr, eine Armee, ja beinahe jede Armee ist kein Ort für demokratische Debattenkultur, politischer Ausgewogenheit oder gerade moderner politischer Korrektheit.
Sie ist einfach ein Werkzeug der jeweils herrschenden Elite, egal ob in einer Demokratie oder einer Diktatur.
Zu meiner Wehrdienstzeit war der Zweck der Bundeswehr unabhängig von der demokratischen Legitimierung ein absolut unterstützenswerter - die Landesverteidigung.
Wehrpflichtige und Berufssoldaten, egal welche politische Gesinnung sie auch hatten, wären im Kriegsfall angetreten, um die deutsche Bevölkerung und die gewählten Organe des Staates zu verteidigen.
Es wäre damals nicht erst in der Bundeswehr abgestimmt worden, ob man jetzt gegen den heranrückenden Feind kämpfen sollte oder lieber einen Stuhlkreis bilden sollte.
Wenn ein vorher genau durchgespielter Fall eingetreten wäre, hätte der Generalstab eins der Planspiele zur Ist-Lage erklärt. Die Bundeswehr hätte das gemacht, wofür sie da war - ihre Gegner und ihre Befürworter verteidigt, selbst über den Punkt hinaus, dass es für den einzelnen Soldaten noch Chancen auf Überleben gegeben hätte.
Das war und ist ein Ziel jeder militärischen Ausbildung, dem Soldaten abzugewöhnen nur an das eigene Überleben zu denken.
Natürlich wirkt das heute selbst für ehemalige Wehrpflichtige befremdlich, aber ein Soldat, der dem inzwischen gesamtgesellschaftlich gestiegenen Egoismus folgt, der kann in Kriegszeiten keine Zivilisten schützen.
Der ist einfach nur unbrauchbar. Eine Armee, gerade die von Demokratien ist darum eine Anlaufstelle für Menschen, die Werte im Zweifelsfall für wichtiger halten, als das eigene Leben.
Konservativ denkende Menschen sind daher immer stärker in Armeen vertreten, will man sie direkt negativ bewerten kann man sie auch als rechts bezeichnen.
Linke neigten zu Zeiten der Wehrpflicht eher dazu zu verweigern und das als "Heldentat" zu glorifizieren - natürlich dabei zu betonen sie würden auch gerade Heldenmythen ablehnen.
Unter den Zivildienstleistenden gab es damals natürlich viele "Helden", die unsere Sozialsysteme stützten und ebenso hart ihren "Zwangsdienst an der Gesellschaft" - kurioserweise auf Männer beschränkt - ableisteten wie die Wehrpflichtigen.
Es hat weder den Wehrpflichtigen noch den Zivildienstleistenden geschadet nach der Schule mehrere Monate in eine Welt abzutauchen, wo das eigene Weltbild mal eben auf den Prüfstand gestellt wurde.
Ein abschreibender Verteidigungsminister machte dann aus der Wehrpflicht-Armee mal eben zur Steigerung der eigenen Popularität eine Berufsarmee. Und eine Berufsarmee ist eben eine Armee, in die nicht permanent Menschen aus eigenen sozialen und politischen Lagern für einige Monate fließen und damit kontrollieren.
So eine Berufsarmee besteht nach einiger Zeit nur noch aus Menschen, die entweder überzeugt sind von dem, was sie tun, überzeugt von der Staatsform, für die sie es tun oder einen Hang zu allem Militärischem haben.
Im schlechtesten Fall zieht eine Berufsarmee den Bodensatz der Gesellschaft an oder jene Elemente, die kostenlos eine militärische Ausbildung erhalten wollen.
Überraschung! :(
Für gerade jene Parteien, deren Vertreter jetzt so rumlamentieren, daß es bisher ein paar - ein paar! Rechtsradikale unter mehreren Zehntausend Soldaten gibt, war eine Berufsarmee allerdings super praktisch.
Einem grün angehauchten Lehrerehepaar - für den unwahrscheinlichen Fall, daß deren Sohn Wehrdienst geleistet hätte - hätte man früher intensiver erklären müssen, warum die Armee gerade Kriegseinsätze in Afrika durchführt.
Zwar wäre der Wehrdienstleistende nie dorthin abkommandiert worden, aber die Eltern hätten sich trotzdem für diesen "Verein" interessiert. Fiel mit dem Ende der Wehrpflicht komplett weg.
Grüne konnten so aus humanitären Pseudo-Gründen die Beteiligung der Bundeswehr bei jeder Krise im Ausland fordern, die garantiert nichts mit dem ursprünglichen Auftrag der Bundeswehr zu tun hatte.
Da starben halt dann sowieso nur Männer und Frauen, die freiwillig in den Verein eingetreten waren. **wenn Grüne den Einsatz der Bundeswehr fordern, da kann man gar nicht soviel essen, wie man kotzen möchte**
Seit ihrem Bestehen hat sich die deutsche Zivilgesellschaft mehr oder weniger kaum für ihre Armee interessiert. In meiner Lebenszeit hat sich das immer nur dann geändert, wenn man sie irgendwie mit der NS-Vergangenheit in Verbindung bringen konnte.
Also war die Bundeswehr mal Gesprächsthema, wenn eine Ausstellung durchs Land tingelte unter dem Motto "Die Verbrechen DER Wehrmacht" oder eine Bürgerinitiative forderte eine Bundeswehrkaserne doch bitte umzubenennen - weil der Soldat und Namensgeber nun mal leider für das personifizierte Böse gekämpft hatte.
Er wurde halt in der Regel nicht gefragt und hatte nicht die Gnade der späten Geburt.
In England kann man problemlos mit einem Berufssoldaten der Panzertruppen über die Leistungen Erwin Rommels reden, in Deutschland muss man erstmal erklären, wie er überhaupt für die Wehrmacht kämpfen konnte.
Der rote Baron, formerly known as Manfred von Richthofen hat nur deshalb noch halbwegs Glück nicht als Kriegstreiber diffamiert zu werden, weil er rechtzeitig verstarb. Er wäre wohl ansonsten in der Wehrmacht aktiv gewesen.
Das Thema ist - der Text ufert deshalb aus - zu breit, um es in einen Blog zu packen. Machen wir es uns einfach, nein, noch einfacher, als die Verteidigungsministerin:
Die Bundeswehr hat kein Rechtsradikalenproblem, die Bundeswehr hat ein Militaristenproblem. Zehntausende von Menschen mitten in Deutschland üben an Kriegswaffen mitten in Deutschland. Sie alle sind nicht überzeugt, daß uns Zeiten voller Frieden und Sonnenblumen bevorstehen.
Es hilft nichts, man muss die Ansammlung von Menschen sofort auflösen und durch permanente Ostermärsche ersetzen.

Gute Nacht, Deutschland....


Montag, 8. Mai 2017
Ernsthaft? Wehrmachtsgegenstände in Bundeswehrkasernen ein Skandal?
***Satire oder auch Realität im Plem-Plem-Land Deutschland***

In der Bundeswehr gibt es Leute, die sich zuhause, in Ihrer Stube oder auch in Dienstzimmern KrimsKrams der Vorgänger-Armee Wehrmacht hinstellen?!
Oh mein Gott. Hoffentlich hat die Bundeswehr nicht auch noch irgendwo einsatzbereite Waffen rumliegen! Oder führt Wehrsportübungen durch, plant gar Kampfeinsätze im Ausland.

Meine lieben wehrersatzdienst-geleistet-habenden, politisch korrekt formulierenden stets zur Betroffenheit bereit seienden Mitbürger, die Bundeswehr ist eine Armee, in der Menschen dienen, die sich
aus Berufsgründen mit militärischen Ereignissen beschäftigen. Und im Zuge dessen stolpern diese ab und an über die Tatsache, daß die Armee, die vorher einer verbrecherischen deutschen Regierung unterstellt war aus militärischen Gesichtspunkten gar nicht so schlecht war, rein professionell gesehen.

Im Ausland werden nach wie vor die militärischen Leistungen getrennt von dem politischen System, für das sie durchgeführt wurden, betrachtet. Eine Armee ist immer das Werkzeug der jeweiligen Regierung, nicht etwa deren Kontrollinstanz.
Und auch wenn die Regierungen der letzten Jahrzehnte in Deutschland mehr oder weniger aus Menschen bestanden, die Krieg glücklicherweise nur aus Computerspielen, Ostermarsch-Ansprachen und Zeitungsartikeln kannten, diese Menschen bedienen sich immer öfter des Mittels der Gewalt durch die ihnen unterstellte Armee.
Jetzt eben aus dieser Politikerkaste heraus anzuprangern, daß viele Soldaten eine "rechte Gesinnung" hätten, das ist einfach nur **widerlich**.
Man braucht die "rechte" Gesinnung, um Soldat zu sein. Eine "linke" Gesinnung, also völlig fakenews-ausgedrückt die permanente Infragestellung all dessen, was eine Armee schützen soll, das wäre vielleicht ein Problem, verpackt in einen Soldaten, der über Befehle erst einmal diskutieren will.
Erschwerend kommt hinzu, daß links-denkende Menschen eher nicht dazu neigen, sich für Ihre Prinzipien oder Menschenrechte in Lebensgefahr zu begeben.

Wenn nun also ein Soldat sich als Flüchtling registriert, um Terroranschläge zu verüben (der aktuelle Ermittlungsstand?) kommt in unserem Land eine Diskussion ins Rollen oder soll angestoßen werden, die Bundeswehr hätte ein Rechtsradikalen-Problem.
Plant ein registrierter Flüchtling Terroranschläge in Deutschland ist es ein absoluter Einzelfall, der nicht instrumentalisiert werden darf.

Solange sich deutsche Politiker, deutsche Medien und so manch wahlberechtigter Bürger an einem solchen Quatsch abarbeitet, da scheint dieses Land keine echten Probleme zu haben.


Donnerstag, 20. April 2017
Früher als "FakeNews" noch "dummes Gelabber" hieß.....
**Rubrik: Satire**

Ja, ich bin früher sozialisiert worden. Früher gab es natürlich genauso viel "FakeNews" wie heute, nur hat man es noch anders genannt.
"Dummes Gelabber" waren all jene erfundenen, falsch interpretierten oder bewusst selektiv zusammengesetzten Nachrichten, die nicht mit der eigenen
Meinung übereinstimmten :)
In der Schule "wollten" meine grün angehauchten Mitschüler aus Lehrerhaushalten, daß der "deutsche Wald stirbt".
Nebenbei war es die einzig in ihrer Welt erlaubte Gelegenheit das Wort "deutsch" zu verwenden.
Der Wald ist nicht gestorben, natürlich aus der Sicht der inzwischen hauptsächlich Lehrer gewordenen "Überzeugten" dank der Grünen.
Andererseits war ich damals fest davon überzeugt, daß die Sowjetunion das "Reich des Bösen" war und die Vereinigten Staaten unser Freund und Hüter der Demokratie.
Ich bin vielleicht etwas älter und intelligenter, naja weniger dumm geworden ;) Früher war es wenigstens noch so, daß die Politik nicht entfernt auf die Idee gekommen wäre die Meinungsfreiheit einzuschränken.
Heute gibt es einen Herrn Maas, der zwischen zwei Fotoshootings für Anzüge darüber siniert, der Staat müsse doch etwas gegen "FakeNews" machen.
Entscheidet der Staat dann auch, was nützlich formulierte Nachrichten, die reine Wahrheit, beinahe FakeNews und Sowas-von-FakeNews sind.
Wahrscheinlich. Übrigens, ein Staat, den die EU sträflich viel zu lange Hoffnungen auf Beitritt gemacht hat, macht das schon. Dessen "Besitzer" hat gerade ein Referendum durchgeführt, vor dem auch schon darauf geachtet wurde, daß nur die "Wahrheit" berichtet wird.
Natürlich könnte der Staat auch dafür sorgen, daß alle Kinder im schulfähigen Alter die bestmögliche Bildung humanistischer Prägung geniessen. kostenlos und ständig getestet.
Dann würden aus diesen Kindern Staatsbürger, die in der Mehrheit unterscheiden könnten, was FakeNews und was brauchbare Nachrichten sind.
Aber welcher Staat hat schon das Geld und das Vertrauen in seine eigenen Bürger? Unserer wohl kaum, strotzt doch schon unsere Verfassung vor "solidem Misstrauen" gegen den eigenen Souverän, also dem bürger....

Gute Nacht,
ich gehe mir mal im Garten einen Atombunker graben :)