Sonntag, 19. März 2017
Der Traum von einer besseren Welt - die gefährlichste Utopie deutscher Gutmenschen*?!
**Rubrik: Satire-Deponie**

- Verfasst 2011 -

Es gibt Grund zur Freude, jedenfalls verbreiten dies die meisten deutschen Medien. Der gnadenlose Diktator Gaddafi formerly known as gern umsorgtes Staatsoberhaupt von Libyen ist gestürzt, die Demokratie hat gesiegt.
Nun gestürzt ist er noch nicht so richtig, da noch nicht von den "Demokraten" wie einst Saddam Hussein aus irgendeinem Erdloch gezogen und fotografiert. Und die selben "Demokraten" schreien auch nur in den medialen Zusammenschnitten in Form immer der selben wenigen Einzelfälle "Freiheit" und nicht "Allah ist groß!".
Aber egal, "Wir", also die vielen deutschen, europäischen und amerikanischen Gutmenschen lassen uns unsere Stimmung nicht von solchen kleinen Details verderben. Aus dem hinweggebombten Regime des "kleinen Hitlers" Gaddafi wird sich bald eine lupenreine Demokratie erheben, wie bisher immer in solchen Fällen.
"Kleiner Hitler"?
Ja klar, ich dachte, seit dem die deutsche Linke damals einen Hussein aus Irak so bezeichnete, wird jetzt jeder Diktator oder dem Westen unliebsame Machthaber gleich mal in "Hitler"-Pascal gemessen.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Erich Honecker war kein "Kleiner Hitler", Josef Stalin auch nicht, Fidel Castro schon gar nicht und Napoleon Bonaparte, keine Rede. So ganz genau weiß ich noch nicht, wie "Hitler" gemessen wird.
Nun könnte man viele Kriege einfacher rechtfertigen, wenn man den Traum von einer besseren Welt einfach mal im Aktenordner der Visionen und Utopien abheftet.
Bei Kriegen geht es dann nur um nationale und internationale Interessen rationaler Art. Der französische Präsident brauchte eine nette Ablenkung von innenpolitischen Fehlern, die englische Regierung mal wieder einen "Beweis" ihrer internationalen Bedeutung, ihre amerikanischen Verbündeten mal wieder einen wirklich zu erringenden militärischen Sieg und viele Staaten weltweit leichteren Zugriff auf die Erdölreserven des Landes.
Praktischerweise musste man keine Bodentruppen dazu riskieren, bot sich doch eine bunte Truppe aus opferbaren echten Demokraten, ehemaligen Weggefährten des Diktators und Gotteskriegern an diesen Job zu übernehmen.

Es stellte sich allerdings über Wochen hinweg raus, dass es doch nicht so einfach laufen würde. "Die Sau" Gaddafi hat sich gewehrt! Und das auch noch peinlicherweise mit den Waffen, die ihm seine ehemaligen Verbündeten geliefert hatten. Doch nur für einen Gutmenschen im Endstadium hat dieser Umstand nur Negatives. Denn die Waffen waren bezahlt und wurden im Krieg zerstört, müssen also ergo von den neuen Machthabern Libyens irgendwann ersetzt werden. Das bedeutet neue Aufträge für die amerikanische und europäische Rüstungsindustrie.
In einer wünschenswerten besseren Welt würden die neuen Machthaber den Erdölreichtum des Landes für ihre Bevölkerung ausgeben, in der realen Welt werden sie nach guter alter Tradition versuchen ihre Macht mit Rüstungsausgaben zu sichern und sich selbst zu bereichern. In vielen Regionen dieser Welt ist diese Vorgehensweise praktisch Programm.
Doch nur Gutmenschen sind der Ansicht, dass würde vor allem an der Wahl der Mittel liegen, um in diesen Regionen Ordnung zu schaffen. Egal, ob man jetzt Brunnen bohrt bis zum Umfallen, Bomben abwirft bis die Munitionslager leer sind oder Lichterketten quer über den Globus bildet, die Veränderungen können nur die Menschen vor Ort erreichen.

Archaischen Stammesstrukturen etwa müssen hierzu überwunden werden, die Spirale aus Bürgerkriegenunterbrochen und wirtschaftliche Veränderungen in Angriff genommen werden. Europa und Amerika haben die Schrecken zweier Weltkriege "benötigt", um auf dem aktuellen demokratischen Stand zu sein. Der Mensch als gefährlichstes Tier der Welt lernt wohl leider fast ausschließlich durch negative Stimulanz dazu.
So ist der Traum von einer besseren Welt, geträumt von Gutmenschen wohl eine gefährliche Vision, hält er doch von realpolitischen Entscheidungen ab. Wer etwa als Teil dieses Traums propagiert, dass jede religiöse Ansicht gleich schützenswert sei, der verkennt im Zweifelsfall die Notwendigkeit radikale religiöse Strömungen mit Gewalt aufzuhalten. Es gibt religiöse, aber auch politische Fundamentalisten, die nur mit Härte aufzuhalten sind.

Härte wird leider, aber auch verständlicherweise aus der Erfahrung einer langen Friedenszeit heraus von vielen Menschen unbewusst gleichgesetzt mit übertriebener Härte. Die Schwäche angemessene Härte anzuwenden ist jedoch genauso fatal wie übertriebene Härte anzuwenden.
Aufgrund oftmals vorhandener mangelnder Lebenserfahrung überschätzen Gutmenschen oftmals die Wirksamkeit bzw. die Härte von Maßnahmen. So waren die schrecklichen Verbrechen während des Jugoslawien-Kriegs auch der Tatsache geschuldet, dass viele im Westen sich nicht vorstellen konnten, wie das Zurückweichen der Blauhelme als Schwäche ausgelegt werden könnte. Srebrenica steht beispielhaft für die Folgen der Fesseln, die sich die internationale Gemeinschaft selbst allzu gerne anlegt.
Interessanterweise sind Gutmenschen einerseits entfesselt, wenn es um Ihre Überzeugung geht, wir müssten Menschenrechte und demokratische Werte überall auf der Welt verteidigen. Andererseits lehnen sie eine Definition der eigenen nationalen Identität, die eben auf solchen Werten fußt, ab - aus Angst vor politischer Inkorrektheit. Es ist geradezu grotesk, dass als Argument für den Afghanistan-Einsatz die Befreiung der Frauen von Unterdrückung angegeben wird, wir hier aber in Deutschland nicht längst ein Kopftuch- und Schleier-Verbot eingeführt haben. Gerne rügen Gutmenschen des politischen Wanderzirkuses auch mal Zustände in anderen Ländern durch "provokante Aktionen, die total gefährlich waren".
Sie fahren zu Homosexuellen-Umzügen nach Moskau, "um Flagge zu zeigen", fahren in Kriegsgebiete um mit Taliban zu reden, "die einfach nur Frieden wollen" oder flechten sich vor Besuchen der Türkei die Farben einer kurdischen Terrororganisation ins Haar - trotz "der Gefahr". :(
Jetzt mal ehrlich: Mit dem deutschen Pass in der Tasche oder sogar als Vertreter einer deutschen Staatsinstitution wie dem Bundestag ist es höchstens dämlicher, aber sicher weitaus weniger gefährlich als für Einheimische. Sicherlich verbringen viele Menschen im Auswärtigen Amt unendlich viel weitaus produktiver einsetzbare Zeit damit, deutsche "Gutmenschen" irgendwo wieder rauszuholen, wo normale Menschen nie freiwillig hinfahren würden. Gerne treten diese Gutmenschen dann in zweit- oder drittklassigen (gemeint ist die Sachkenntnis der Teilnehmer) Talk-Shows auf, um ihre "schrecklichen" Erlebnisse zu erzählen. :(
Jetzt mal an einem Beispiel: Da sitzt dann ein ehemaliger, hoffentlich während seines Berufslebens kritischer Journalist und verbreitet, dass der Taliban, mit dem er "vor Ort" gesprochen hat, nach Frieden strebt. Kommt dieser Gutmensch nicht auf die Idee als "Propaganda-Geschütz" missbraucht zu werden?

*Gutmensch ist für mich im Gegensatz zu oft gelesenen Definitionen nicht per se abwertend gemeint. Privat verwende ich den Begriff meist positiv besetzt im Zusammenhang mit Menschen, die noch nicht wie so viele abgestumpft und desinteressiert für ihre Mitmenschen sind. In der Politik bzw. in Fragen der Realpolitik allerdings ist ein "Gutmensch" jemand, der aufgrund seiner Naivität und Verquickung von Politik und Moral zu falschen Schlüssen kommt.


Es geht doch nichts über Diskussionen ohne Ziel.....
**Rubrik: Gedankendeponie**

- Verfasst 2008 -

Wenn man heutzutage in der Arbeitswelt kreativ tätig ist, dann führt man Diskussionen mit einem klaren Ziel, nimmt an Seminaren teil mit mehr oder weniger sinnvollen Gesprächsgruppen, führt hunderte von
Telefonaten pro Monat, die sich rechnen müssen etc. Und obwohl es mir so ergeht und ich quasi vom geschriebenen und gesprochenen Wort lebe, trotz dieser Tatsache liebe ich es in meiner Freizeit zu diskutieren.
Egal ob mit Freunden oder Fremden, beinahe nichts vertreibt mir die Zeit so angenehm wie Diskussionen über die verschiedensten Themen. Als Verfechter weitgehender Minderheitenmeinungen bin ich quasi immer in solchen Debatten in der Minderheit.
Jetzt lässt sich natürlich die Frage stellen, ob ich nur deshalb solche Meinungen, die nicht dem Mainstream entsprechen habe, um diese sozusagen als einsamer Wolf in Gesprächsrunden zu verteidigen ;)
Wer weiß, zugegeben, je mehr Menschen ein und dieselbe Meinung vertreten, umso unglaubwürdiger erscheint sie mir.
Der natürliche Herdentrieb der meisten Zeitgenossen, dieses ?Man-weiß-doch..? und ?Man kann doch nicht sagen....? animiert mich zu hinterfragen, die Positionen anzugreifen und zu testen, ob der Vertreter auf der anderen Seite des Tisches, der Theke oder wo auch immer tatsächlich Argumente hat oder nur ?blufft?.
Leider oder Gott sei Dank (ziehe ich meine Diskussionslust in Betracht) haben immer mehr Menschen eine feste Meinung ohne fundiertes Wissen.
Auch ich habe kaum fundiertes Wissen auf jedem Gebiet, welches ich schon diskutiert habe, aber als ?Angreifer? braucht man das auch gar nicht.
Der Meinungsopportunismus, den ich als Ursache für Meinungen haben ohne sie begründen zu können ausgemacht habe, wird in der heutigen Gesellschaft gerade zu gefördert.

Kritische Menschen scheinen in kaum einem Bereich der Gesellschaft gefragt zu sein und so spülen sich alle möglichst weich. Sie ziehen sich auf scheinbar unkantige Positionen zurück.
- Den Dalai Lama zu verehren, kein Problem, da netter lächelnder weiser Mann (wobei mir noch keiner seiner Verehrer genau erklären konnte, warum er weise ist)
- Den Papst zu verehren ? schon schwieriger, außer es ist Weltjugendtag in Köln, da entdeckte auch der letzte RTL-Außenreporter seine Begeisterung für seine Heiligkeit
- Für den Kampf gegen den Klimawandel zu sein ? sehr gute Wahl, schließlich kosten solche Aussagen ebenso wenig, wie für Menschenrechte zu sein, zumindest wenn man schon welche besitzt (Spiegeln sich solche Haltungen in Taten wieder, ist es etwas anderes, aber bei wem ist dies schon der Fall)
- etc.pp.

Mit Meinungsopportunisten zu diskutieren macht einem einfach Vergnügen, man hat das Gefühl einen Wackelpudding argumentativ an die Wand zu nageln. Und mit genügend Nägeln gelingt einem das auch meistens.
Schade ist nur, dass dank Talk-Shows und Phrasenjournalismus, dank Kuschelpädagogik und gesellschaftlicher Konsenssucht am Ende der meisten Diskussionen zumeist ein Teilnehmer Konsens fordert, eine Einigung.
Zwischen richtiger und falscher Meinung einen Kompromiss zu fordern ist in etwa so, als würde man bei einer anderen Form der Diskussion, einem Duell mit dem Florett zwischen die Kämpfenden springen und lauthals Friedenslieder skandieren ? also extrem unpassend.
Zum Glück für mich und eines meiner liebsten Hobbies gab es in der Vergangenheit da immer Einigkeit mit meinen Kontrahenten.
Wir stießen beide mit dem Verbalflorett zu und verbaten uns jede Konsensfindung. Fängt man an, so was zu akzeptieren, gibt es bald keine Diskussionen mehr, sondern nur noch Einberufungen von Expertengremien zur Konsensfindung für alles und jedes.
Mögen die Spiele weitergehen ;)

P.S.: Jetzt sind wir endlich in Konsensistan angekommen ;)


Sonntag, 5. März 2017
Kölner Extremistentreffen – Wenn Rechts- und Linksextremisten zusammen ihre Dummheit zelebrieren
- Verfasst 2008 -

Hurra, der Anti-Islamisierungsgipfel in Köln wurde verhindert – ich würde ja ein zweites Hurra anstimmen, wenn es nur friedliche intelligente Proteste gegeben hätte.
Was ist passiert? Nun, in Köln wird eine Moschee gebaut, das war von Anfang an klar und nicht zu verhindern (wenn man das denn wollte).
Der Träger der Moschee ist über viele Ecken quasi der türkische Staat. Nun ja, Erdogan hat türkische Schulen und Universitäten in Deutschland gefordert, für alle jene, die sich nicht integrieren wollen und bekommt nun halt eine Moschee.
Besser als nichts!

Alle demokratischen Parteien haben sich ganz schnell aus der Diskussion zurückgezogen – bloß nicht als islamfeindlich, integrationsfeindlich etc.pp. dastehen! –
Und diejenigen Bürger, die aus berechtigten und unberechtigten Gründen etwas gegen den Moscheebau haben alleine gelassen.
So wie in Ostdeutschland, in Regionen ohne Parteistrukturen der demokratischen Parteien die Linke und die NPD die Lücke füllt, so geschah es dann auch in Köln.
Eine rechtskonservative, rechtsextreme, je nach politischem Lager von Journalisten eingeordnete Partei trat auf: „Pro Köln“.
Und die nahm eben ihr Recht auf freie Meinungsäußerung war – die ja jeder hat, egal wie dumm seine Meinung auch ist, siehe etwa Oskar Lafontaines Enteignungsgefasel.
Besser gesagt, sie versuchte in Köln ein Treffen der europäischen Rechten zu veranstalten.

Da kann einem schon schlecht werden. Da kann man als Taxifahrer, Restaurantbesitzer oder was auch immer boykottieren.
Dagegen kann und muß man meiner Meinung nach auch demonstrieren.
Aber was man keinesfalls darf, ist Verständnis haben für Linksextreme, die Teilnehmer dieser Veranstaltung mit Steinen bewerfen, Eigentum beschädigen und das Ganze dann noch als Kampf für Toleranz verstanden wissen wollen.
Hallo? Wir haben Meinungsfreiheit. Und diese Meinungsfreiheit gilt für „linke“, wie „rechte“ Meinungen, solange diese sich noch mit einem Finger an der demokratischen Plattform festklammern.
Wenn sich jetzt Kölner Politiker damit brüsten, daß ihre Stadt keinen Platz für Rechtsradikale bietet, dann machen sie es sich zu einfach.
„Pro Köln“ wäre zurecht eines jener kleinen Hinterhofphänome Ewiggestriger geblieben, wenn man die Bürger mit Bedenken gegen die Moschee seitens der demokratischen Parteien ernst genommen, aufgeklärt und ihnen eine Stimme gegeben hätte.
So bleibt der fade Nachgeschmack, daß gewisse Bedenken der Bürger nicht ernst genommen werden und man im Stillen froh ist, daß Linksextreme das Produkt dieser Haltung auch so heftig attackieren, daß sich das Ganze zur Farce entwickelt.
Und Kölle, berühmt für seine „Man muß auch gönne könne“-Toleranz einerseits und Kardinal Meissners
„Man darf nicht sagen Haß“-Predigten andererseits steht medial gut da, als mutige Stadt gegen Rechts.
Was für eine Farce.

Der größtenteils friedliche Protest gegen Rechts verwandelt sich in der medialen Darstellung zum Kampf gegen gewaltbereitete Rechtsradikale.
Und wer war gewalttätig? – Linksradikale.

Und der Eindruck bleibt, daß man heute schon gewisse Meinungen nicht mehr öffentlich vertreten darf, ohne politisch korrekt zum Abschuß freigegeben zu werden.
Ich würde mich auch nicht freuen, wenn in meinem Wohngebiet eine riesige Moschee unter Schirmherrschaft des türkischen Staates gebaut werden würde.
Ich hätte auch Bedenken gegen einen genauso großen buddhistischen Tempel oder Shinto-Schrein.
Und welche Partei würde diese Bedenken richtigerweise aufgreifen und nicht beim ersten Schuß der Political-Correctness-Artellerie in Deckung gehen?

Die „großen“ Volksparteien bundesweit müssen sich über Politikverdrossenheit nicht wundern, wenn entweder Themen, die die Bürger bewegen, nicht entscheidungsoffen diskutiert werden, oder nur Thementheater dem Bürger vorgespielt wird.
Ich kann schlecht vor ein paar Monaten Themen wie „gescheiterte Integration“, „ausländische Jugendkriminalität“ und „islamischer Terrorismus“ als Schweine durchs bürgerliche Dorf treiben und dann erwarten, daß ein Moscheebau von allen Bürgern als tolle Idee betrachtet wird.

Aber anstatt mit den Bürgern zu reden, wartet man, bis Rechtsextreme das Thema für sich entdecken und einnehmen, verteufelt diese dann und will sich auch noch als weltoffene Stadt feiern lassen.
**Würg**


Freitag, 17. Februar 2017
Warum Männer so wehleidig sind, wenn sie krank sind
- oder anders formuliert, endlich trauen wir uns auch mal Stimmungsschwankungen zu haben

**Rubrik: Gedankendeponie**

- Verfasst 2011 -

Ich bin kurz vor dem Betreten des Hades, habe die Bahnkarte des Todeszuges gelöst, mich mit H5N1 infiziert oder schlicht ausgedrückt mir eine grippale Erkältung zugezogen.
Warum denke ich, dass ich sterbe? Verdammt, mein Körper ist befallen von fiesen kleinen dreckigen Virenattentätern, die es tatsächlich schaffen, meine Nase in eine geheime Biowaffenschleimanlage zu verwandeln, die meine Körpertemperatur auf den lethalen Wert von 39,1°Grad ansteigen lassen - na gut, vielleicht ist es nicht ganz so schlimm, aber wer weiß.
Es soll schließlich auch Männer geben, die einen gebrochenen Zeh haben und ihre besseren Hälften damit in den Wahnsinn treiben, dass sie sich Sorgen um fleischfressende Bakterien machen, die ihren Zeh, dann ihren Fuß und dann ihren Körper fressen.
Eine dieser besseren Hälften vertraute meiner besseren an, dass sie in dieser Phase beinahe wünschte er könnte Recht haben und sie morgen neben einem Gerippe aufwachen. Frauen, einfach kein Einfühlungsvermögen ;)
Warum sind wir Männer so wehleidig?
Erstens, wir sind nicht wehleidig. Und zweitens, wenn dem so wäre, dann nur, weil Krankheit ein guter Vorwand ist, Frauen vorzuführen, was passieren würde, wenn wir so manchen ihrer Vorschläge annehmen würden. Was genau macht denn ein Mann, wenn er sterbend von einem
Schnupfen ans Bett gefesselt leidet im Bett liegt?
Er zeigt Gefühle, Ängste, will darüber reden und ist bereit, gesunde Nahrung zu sich zu nehmen.
Selbstverständlich ist er nicht bereit diese selbst zuzubereiten. Er kann ja nicht mal aufstehen, geschweige denn mit den schmerzenden von der Grippe-Lepra gezeichneten Gliedern zum Kühlschrank kriechen. Also äußert er seinen Wunsch nach gesunder Nahrung - zugegebenermaßen vielleicht auch, weil er weiß, dass Frauen Fast Food nicht als die passende Verpflegung für Kranke ansehen würden.
Er will menschliche Nähe, in Form einer stets hilfsbereiten Krankenschwester und bei diesem speziellen Krankenschwesternwunsch geht es nicht um die scharfe, knapp geschneiderte Uniform. Und er will jede Minute seine bessere Hälfte wissen lassen, was er gerade denkt.
„Ich glaube, ich könnte vielleicht einen Orangensaft trinken, das Vitamin C wird mir gut tun.“
„Ich fühle meine Beine nicht mehr so wie noch gerade, kann Grippe eigentlich zu Lähmungen führen?“
„Hoffentlich werde ich wieder gesund, bis deine Mutter uns besuchen wollte. Du weißt, wie sehr ich mich darauf gefreut habe.“ etc. pp.
Des Weiteren ist ein kranker Mann auch nicht in der Lage sich gegen allzu gut gemeinte Versorgungsaktionen einer voll kampffähigen besseren Hälfte zu wehren. Das hat schon in der Kindheit nicht funktioniert.
Vor hunderten von Jahren muss, so meine These, es der Pfefferminztee-Mafia gelungen sein geheime Schulungskommandos in Kindergärten zu schleusen und dort den Mädchen weiszumachen ***Pfefferminztee*** wäre gut gegen irgendeine Krankheit. Nach diesem erfolgreichen Coup hat sich die fiese kleine „Werbeagentur“ mitsamt ihrer Seele noch den Geflügeltriaden verschrieben und PENG!, Mann kriegt, wenn er krank ist, ***Geflügelbrühe***, die ungefähr so interessant schmeckt, wie ein Kelloggs-Karton.
Aber zurück zum Thema: Wenn Männer krank sind, sind sie wehleidig und damit genau das, was Frauen gerne aus ihnen machen wollen, nämlich Hardcore-Memmen. Und das ist doch eigentlich auch gar nicht schlecht, schließlich weiß Mann und Frau doch nach einer durchstandenen Mann-Nahtod-Erkältung, ob die Beziehung hält ;)
Und wenn die Frau denkt, dass nicht, dann kann Mann sich wenigstens mit dem Wissen trösten, dass ihr nächster Freund auch bei einem Schnupfen sterbend nach ihr schreit :)


Realitätscheck - Schland 2015
**Rubrik: Pseudo-Analyse**

- Verfasst Mai 2015 -

Ach Gottchen, der deutsche Michel reibt sich verwundert die Augen.
Die Amerikaner, also nicht der Durchschnittsamerikaner John Smith irgendwo in Iowa in seiner Steinzeit-Baptistengemeinde, die NSA spioniert nicht nur uns aus. Nein, wir, also die Deutschen, die sich noch - wenn auch nur beruflich - für Politik interessieren, der BND hilft ihnen dabei.

Ach Gottchen.
Jahrzehnte lang durfte sich die deutsche Politik in gewissen Bereichen - dank Besatzungsstatut - nicht mal entscheiden, was sie sich von den USA wünschen würde. Die BRD war wie die DDR ein Satellitenstaat der Besatzungsmacht. Nur weil die Amerikaner uns tatsächlich 1945 von uns selbst befreit haben, haben sie uns nicht automatisch in die Freiheit entlassen.
Der BND, unser Grundgesetz, alle politischen Errungenschaften sind mit Segen der USA entstanden. Der BND, aufgebaut unter anderem von Geheimdienstexperten, die schon für
den Nationalsozialismus spionierten, war und ist ein Schwert, daß auch von den Amerikanern eingesetzt wird.
Früher war das Feindbild des BND der Kommunismus, heute ist das Feindbild, was gerade im Westen aktuell ist. Und dieses Feindbild wird maßgeblich bestimmt von den Amerikanern. C'est la vie. Ja, auch die Franzosen wurden von den Amerikanern bespitzelt. Und die deutschen Geheimdienste haben dabei geholfen.
Und? Drama, Baby? Nö, schlicht Realpolitik.

Staaten schließen keine Freundschaften, auch wenn das unser Bundespräsidenten und ein paar verwirrte Grüne immer wieder behaupten.
Staaten schließen Partnerschaften. Und Partner vertrauen sich zu Recht nicht uneingeschränkt. Genauso wichtig wie zu wissen, was der französische Präsidenten auf Pressekonferenzen erzählt, ist zu wissen, was er vorher und danach erzählt. Geheimdienste, liebe Frösche-über-die-Straße-Trager heißen Geheimdienste, weil sie im Geheimen die Informationen zusammentragen, die man nicht bei Wikipedia abrufen kann.
Werden von Deutschland gelieferte U-Boote von Israel zum Abschuß von Nuklearwaffen umgerüstet?
Unterstützt Saudi-Arabien militante Islamisten in Deutschland und in befreundeten Staaten?
Oder darf es etwas Realpolitik in Sachen Industriespionage sein? **Wirtschaftspolitik** ist auch immer Kampf um nationale Überlegenheit. Wer nach wie vor das Märchen glaubt, daß Nationen nicht ihre eigene Industrie mit Geheimdiensttätigkeiten unterstützen, nun... Der soll die Grünen wählen.
China und andere Tigerstaaten zuvor haben innerhalb weniger Jahre nicht etwa allein aus eigener Kraft den Sprung ins postindustrielle Zeitalter geschafft. Sie haben geklaut - nach einem nationalen Plan. Das sollte man ihnen aber nicht vorwerfen. Das war schon immer so. Die USA haben wie alle anderen Siegermächte auch die Innovationen der deutschen Industrie nach 1945 en gros abgeschöpft.
**Das war's also?**
Nein. Der deutsche Michel sollte sich mal bequemen und definieren, was er will. Will er
einen souveränen Staat mit einer Chance amerikanischer Bevormundung zu entgehen. Dann muß man wohl oder übel andere Politiker wählen, damit leben, daß man auch mal selbst die Richtung bestimmt wohin die Fahrt gehen soll.
Wir Deutschen sitzen leider nach wie vor auf der Rückbank, mäkeln am amerikanischen
Fahrer rum, sind aber zu faul selber zu fahren. Wer fährt, bestimmt. Die Regel gilt nicht nur innerhalb von Familien :)

In dem Sinne, Weiterschlafen und mal aufhören zu jammern. Oder Aufwachen und sagen, was Sache ist.


Wer hat eigentlich den Islam als demokratiekompatibel bewertet?
**Rubrik: Demokratie-TÜV**

- Verfasst Januar.2015 -

Und wer das Christentum?
Natürlich wühlen sich gerade wieder die üblichen Journalisten, sogenannte Experten, Talk-Master und Standardbetroffene nach den Anschlägen von Paris durch die Themen Islam, Islamismus, Terrorismus, Rassismus und welche –Ismen auch sonst so rumliegen.

Im Zusammenhang mit dem islamistischen Terror hat unsere Bundeskanzlerin erklärt, dass der Islam zu Deutschland gehört. Und in jeder Talk-Show gibt es einen Gast, der den Islam für ***demokratie-kompatibel*** erklärt.

Zuerst ist es mal schön, dass Frau Merkel sich wenigstens auf eine Sache festlegen kann, unabhängig von deren Richtigkeit. Der Islam gehört also zu Deutschland. Schön. Wie meint sie das jetzt genau? Wenn sie meint, dass des Deutsche muslimischen Glaubens gibt, dann hat sie Recht. Es gibt auch Deutsche christlichen, jüdischen, buddhistischen Glaubens, ja sogar atheistischen Glaubens. Es gibt auch deutsche Satanisten ;)
Für mich gehört zu Deutschland, dass es dem Staat egal ist, an was seine Bürger so glauben.

Dem Staat sollte auch egal sein, was irgendwelche religiöse Interessengruppen so von sich geben, es sei denn er fragt sie. Die Stellung etwa der Deutschen Bischofskonferenz zur aktuellen Asylpolitik ist nichts anderes als die einer Lobby-Organisation. Zu ethischen Fragen die Meinung irgendeiner größeren Religion einzuholen ist in etwa so sinnvoll, als zu Fragen der veganen Ernährung einen Metzger einzuladen.

Jede Religion hat - sofern sie mal Kontrolle über staatliche Belange hatte - aber so was von versagt.

Otto Normalbürger wird aktuell gerne gefragt, ob er sich vom Islam bedroht fühlt oder was er so von Muslimen denkt. Die Umfragen oder „Studien“ dieser Art sind natürlich absolut aussagekräftig, kurz nach Anschlägen islamistischer Terroristen. Und natürlich zeigen sich dann gerne Lobbyisten islamischer Einrichtungen betroffen über die Ergebnisse. Aber ist das wirklich eine Nachricht wert?

Stellen wir uns doch einmal vor radikalisierte evangelikale Christen erschießen im Auftrag Christi alle Ärzte eines x-beliebigen deutschen Klinikums, die Abtreibungen vorgenommen haben Stellen wir uns dann weiter vor, dass passiert einige Male und jedes Mal danach erklären alle bekannten Vertreter christlicher Verbände, dass würde nichts mit dem Christentum zu tun haben. Irgendwann würde deren Glaubwürdigkeit etwas schwinden. Oder nicht?!

Gut, der Islam hat leider das Pech, dass er fünfhundert Jahre jünger ist als das Christentum.
Ihm wurden noch nicht seitens der Aufklärung Grenzen gesetzt und er hat auch noch nicht eine kleinen Kreis von „Gelehrten“, die festlegen, was jede Sure jetzt genau meint und ab wann der Missbrauch des Korans beginnt.
Das ist aber definitiv nicht das Problem Europas. Es sollte Europa auch nicht interessieren. Toleriert sollten alle Gläubige egal welcher Religion werden, die nicht gegen Grundwerte der Staatengemeinschaft verstoßen.

Die Idee hinter der EU, hinter den westlichen Demokratien würde auch ohne Religion funktionieren.
„Christliches Abendland“ ist ein Kampfbegriff von Christen, die denken Sie hätten fundamental zu den Werten Europas beigetragen. In Wahrheit haben hauptsächlich Christen die europäischen Demokratien aufgebaut, ihren Glauben aber intelligenterweise dabei nicht allzu viel mit reinspielen lassen.

Fördert doch bitte lieber die Aufklärung, als Religionen.