Donnerstag, 20. April 2017
Früher als "FakeNews" noch "dummes Gelabber" hieß.....
**Rubrik: Satire**

Ja, ich bin früher sozialisiert worden. Früher gab es natürlich genauso viel "FakeNews" wie heute, nur hat man es noch anders genannt.
"Dummes Gelabber" waren all jene erfundenen, falsch interpretierten oder bewusst selektiv zusammengesetzten Nachrichten, die nicht mit der eigenen
Meinung übereinstimmten :)
In der Schule "wollten" meine grün angehauchten Mitschüler aus Lehrerhaushalten, daß der "deutsche Wald stirbt".
Nebenbei war es die einzig in ihrer Welt erlaubte Gelegenheit das Wort "deutsch" zu verwenden.
Der Wald ist nicht gestorben, natürlich aus der Sicht der inzwischen hauptsächlich Lehrer gewordenen "Überzeugten" dank der Grünen.
Andererseits war ich damals fest davon überzeugt, daß die Sowjetunion das "Reich des Bösen" war und die Vereinigten Staaten unser Freund und Hüter der Demokratie.
Ich bin vielleicht etwas älter und intelligenter, naja weniger dumm geworden ;) Früher war es wenigstens noch so, daß die Politik nicht entfernt auf die Idee gekommen wäre die Meinungsfreiheit einzuschränken.
Heute gibt es einen Herrn Maas, der zwischen zwei Fotoshootings für Anzüge darüber siniert, der Staat müsse doch etwas gegen "FakeNews" machen.
Entscheidet der Staat dann auch, was nützlich formulierte Nachrichten, die reine Wahrheit, beinahe FakeNews und Sowas-von-FakeNews sind.
Wahrscheinlich. Übrigens, ein Staat, den die EU sträflich viel zu lange Hoffnungen auf Beitritt gemacht hat, macht das schon. Dessen "Besitzer" hat gerade ein Referendum durchgeführt, vor dem auch schon darauf geachtet wurde, daß nur die "Wahrheit" berichtet wird.
Natürlich könnte der Staat auch dafür sorgen, daß alle Kinder im schulfähigen Alter die bestmögliche Bildung humanistischer Prägung geniessen. kostenlos und ständig getestet.
Dann würden aus diesen Kindern Staatsbürger, die in der Mehrheit unterscheiden könnten, was FakeNews und was brauchbare Nachrichten sind.
Aber welcher Staat hat schon das Geld und das Vertrauen in seine eigenen Bürger? Unserer wohl kaum, strotzt doch schon unsere Verfassung vor "solidem Misstrauen" gegen den eigenen Souverän, also dem bürger....

Gute Nacht,
ich gehe mir mal im Garten einen Atombunker graben :)


Montag, 17. April 2017
Ein ehemaliger Leibwächter Osama bin Ladens wohnt nahezu unbehelligt in einer deutschen Großstadt?
- Verfasst 2012 -

**Rubrik: Medien- und Sicherheitsskurrilitäten bzw. Satire mit Realitätsanteil**

Ab und an kann man an deutschen Sicherheitsbehörden, egal ob auf Bundes- oder Landesebene schon verzweifeln.

Jahrelang etwa haben aufgrund ihrer politischen Einstellung wohl nicht als die „größten Leuchten zu bezeichnenden NSU-Terroristen ihr Unwesen treiben können – ermöglicht durch das komplette Versagen der Sicherheitsorgane.

Die Überwachung und Bekämpfung radikaler Salafisten gestaltet sich auch nicht gerade leicht – wohl aus einem gewissen Kompetenzmangel und einer zu freiheitsliebenden Justiz.

Nun gibt es neue Zeitungsberichte über einen radikalen Salafisten und ehemaligen Leibwächter Osama bin Ladens, der weitgehend unbehelligt in einer deutschen Großstadt lebt.
Irgendwie muß mir was in den letzten Jahren entgangen sein.
Beschworen nicht deutsche Politiker zwischen dem fürchterlichen Enya-Song und den auf Endlosschleife geschnittenen Bildern der Twin-Towers ihre Bündnistreue und ihre Entschlossenheit im „Kampf gegen den Terror“?
Und nur einige Jahre danach debattiert der deutsche Politikzirkus darüber, ob man sich über den Tod Osama bin Ladens freuen darf. Tja, „Deutschland“ hat so seine Probleme die geschichtlich entstandenen **Samthandschuhe** auszuziehen.

Nun sitzt also ein ehemaliger Leibwächter eines Mitglieds der Top-5 der Menschenschlächter des 21. Jahrhunderts in einer deutschen Großstadt. Und hat seinen rechtlichen Status dadurch verbessert, dass er sich eine deutsche Staatsbürgerin angelacht und mit ihr drei Kinder hat. In den Vereinigten Staaten nennt man solche Kinder, soweit ich richtig erinnere „Ankerbabys“.
Zum Wohl der Kinder könnte doch die deutsche Justiz eines Extremisten-Vater erst recht ausweisen lassen. Da erzieht ein Radikaler die nächste Generation von Terroristen, und der Staat sieht zu.

**Nun bleibt natürlich erst einmal das eigentlich nicht Erwähnenswerte, weil jeden Tag Erlebbare festzuhalten: Radikale religiöse Terroristen haben ihre eigene Religion nicht verstanden und gehen 99% der Religionsgemeinschaft der sie angehören nicht nur auf die Nerven.**

Diesen 99% gehen gleichzeitig deutsche Sicherheitsorgane gerne auch mal auf die Nerven. Bei den 1% durchzugreifen, mit aller Härte, dies fällt deutschen Behörden weitaus schwerer.
Anstatt der Gesamtbevölkerung immer weiter in die Privatsphäre einzudringen und Rechte zu beschneiden, könnte man ja einfach den 1% Grundrechte komplett aberkennen. **Diese Aussage ist natürlich nur ironisch gemeint ;)**
Oder doch nicht, Fragen werden ja erlaubt sein.

Wieso sollte ein Staat etwa nicht einen Menschen, der eben jenem Staat den Krieg erklärt hat, in ein Land abschieben, was Folterverbote nicht kennt? Solcherlei Outsourcing hat doch der deutsche Staat zumindest schon unterstützt bei den geduldeten CIA-Flügen nach Osteuropa durch deutschen Luftraum.

**Gerade Neueste Nachrichten gesehen:** Der Salafist, der in Bonn mit einem Messer auf mehrere Polizisten eingestochen hat – bei dieser sogenannten Demo – wird nicht wie erst angekündigt wegen Mordes angeklagt, sondern wegen Körperverletzung.
**Da fällt mir nichts mehr zu sein, eigentlich doch, aber so etwas sollte man sich nur denken.**
Nur soviel: Es hat schon seine Gründe, dass immer mehr Extremisten aus Bayern nach NRW ziehen.

Zurück zu den 1%: Diese erklären ja so gerne Staaten, Gesellschaften oder einzelnen gesellschaftlichen Gruppen, die nicht in ihr begrenztes Weltbild passen den Krieg.
Im Kriegsrecht werden Uniformierte des Gegners anders behandelt als Freischärler, also Nicht-Uniformierte, die sich unter den Zivilisten verstecken. Der angebliche „Krieger“ Osama bin Laden etwa hat seine Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilde verwendet, gegen etwa einen Drohnenangriff. Das machte die amerikanische Kommando-Aktion zu seiner Exekution erst nötig.

Die deutsche Justiz sollte es wohl kaum zulassen, dass Extremisten in Deutschland sich hinter ihren deutschen Frauen und Kindern vor der ihr verstecken. **Besondere Umstände erfordern besondere Gesetze und Juristen, die mutig genug sind sie anzuwenden.**


Mittwoch, 29. März 2017
Ein Rabbi, ein Priester, ein Pfarrer und ein Mufti sitzen an einem Tisch und unterhalten sich kompetent über alle Weltreligionen.
**Rubrik: Werte & Gesellschaft**

- Verfasst 2011 -

Der Artikeltitel könnte einer der kürzesten Witze über das Verhältnis der Religionen sein.
Mein Interesse an Religionen allgemein wurde relativ spät geweckt, fast am Ende der Schulzeit. Durch einige Zeit in einer katholischen Studentenverbindung als Protestant und dem Umzug nach NRW bekam man dann einen noch intensiveren Einblick in die Glaubensrealität in der heutigen Zeit.

Die weit verbreitete Intoleranz gegenüber dem Islam, sowohl bei Katholiken als auch Protestanten, aber auch die Intoleranz vieler Muslime gegen das Christentum ergibt sich wohl aus der Unkenntnis der eigenen und anderer Religionen. Vor dem viel beschriebenen Dialog der Religionen sollte zunächst die Steigerung der Kenntnisse über die eigene und andere Religionen stehen.

Wer sich etwa als überzeugter Christ bezeichnet, die Bibel aber nicht wirklich gelesen hat, der sollte doch wohl Abstand davon nehmen den Islam und speziell einen ebenfalls nicht gelesenen Koran zu beurteilen. Für mich war es sehr bezeichnend von einem gestandenen katholischen Theologen zu erfahren, dass er sich im gesamten Studium nicht mit dem Koran befasst hatte, sogar auch zukünftig dafür keine Notwendigkeit sähe.
Wie könnte man das wohl etwas vereinfacht beschreiben: Ein möglicher Amtsträger einer Weltreligion soll möglicherweise als Vermittler zwischen seinen Gläubigen und anderen Religionsanhängern dienen und weiß absolut nichts von der „Konkurrenz“.
Da wird der Dialog sicherlich erfolgreich verlaufen ?

Doch auf der Gegenseite – unglücklicher Begriff – sieht es meist auch nicht besser aus, zumeist bei einem Großteil der deutschen Muslime. Die häufig aus ländlichen Gebieten der Türkei stammenden Deutschen werden auch in Deutschland häufig von Angehörigen der türkischen Religionsbehörde betreut. Durch den leider mit der Regierung Erdogan einhergehenden Refundamentalisierungsprozess einhergegangenen Kurswechsel ist von dieser Seite kein allzu großes Interesse an gegenseitiger Erkenntnisgewinnung zu erwarten.
Auch leiden deutsche Muslime zu Recht unter falschen Signalen der deutschen Politik.

Die unsägliche Worthülse des Bundespräsidenten „Der Islam gehört zu Deutschland.“ gibt das falsche Signal und zieht die Erwartung nach sich, dass der Islam ebenso staatlich gefördert werden würde, wie die christlichen Kirchen. Die Formulierung des Präsidenten eines säkularen Staates hätte lauten sollen: „Angehörige jeglicher Religion, sofern diese keine verfassungsfeindlichen Ziele verfolgt, sind hundertprozentige und wertvolle Staatsbürger.“
Die ungerechtfertigte Bevorzugung christlicher Institutionen hätte schon seit Jahren als Zeichen der abgeschlossenen Säkularisierung eingestellt werden müssen.

Wenn ein katholischer Kardinal im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Geschichtsklitterung betreiben darf, die von beiden Kirchen vertretenen Werte als Wiege der heutigen Demokratie bezeichnen und die Strukturen innerhalb seiner Kirche als durchaus demokratisch bezeichnen darf, dann wird es schwierig. Zeitgleich werden dann gerne die angeblichen Vertreter des Durchschnittsmuslimen, wie Pierre Vogel oder des voll verschleierten, „total glücklichen“ Integrationspinguins durch die Talkshow geschleift. So kommt das Fernsehen sicherlich nicht seinem Bildungsauftrag nach.

Kritischer ausgewogener Journalismus müsste anders aussehen. Wieso gibt es keine kritischen Berichte über die Teilnahme von Kirchenvertretern an Ethik-Kommissionen? Der einzelne Kirchenvertreter mag ja geeignet sein, aber darf man Angehörige etwa einer Institution zu ethischen Fragestellungen heranziehen, wenn diese Institution beispielsweise Intoleranz gegenüber homosexuellen Staatsangehörigen predigt? Wieso wird nicht immer wieder über den Ursprung der Kirchensteuer und der damit nicht vorhandenen Gleichbehandlung aller Religionen berichtet?
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Ein friedliches und produktives Zusammenleben aller Deutschen egal welcher Religionszugehörigkeit kann auf Dauer nur auf Augenhöhe funktionieren. Diese Augenhöhe zu schaffen kann nur ein säkularer Staat erreichen, der sich aus dem Würgegriff überholter und fragwürdiger Traditionen löst. Dies wird natürlich mit erbittertem Widerstand verbunden sein – von Seiten derer, die mehr als etwas zu verlieren haben.

Sollten sich irgendwann alle religiösen Institutionen in Deutschland rein über freiwillige Zuwendungen der Gläubigen finanzieren und diese damit einen demokratischen Einfluss auf die Besetzung der Posten haben, dann würden sich die Religionen besser in eine demokratischen Gesellschaft integrieren. Selbstverständlich müsste der Staat zum Schutz der demokratischen Grundrechte ein Auge auf alle Religionen haben. Schließlich ist Religionsfreiheit keine Narrenfreiheit, auch wenn dies heute ab und an so scheint.

Ich gebe es zu, diese Haltung, kurz gefasst Religion immer als Privatsache zu sehen und als solche von Seiten der Politik auch behandelt sehen zu wollen, ist natürlich hinterfragbar. Aber warum sollte man nicht auch den jetzigen Umgang mit Religion in Deutschland hinterfragen? Warum sollten sich Gläubige aller Religion nicht vorurteilsfrei öfters gegenseitig ausfragen?
Natürlich erfordert jede Frage eigentlich Hintergrundwissen. Wer sich als Christ mal ganz einfach über den Islam und die Gedanken und Ideen muslimischer Mitbürger informieren will, ich bin ganz einfach mal in die nächste Moschee gegangen und wurde direkt zu einem Tee und einem interessanten Gespräch eingeladen.